Lokal vor Ort fördern wir u.a. in diesem Lionsjahr 2026/27 u.a. den VIA CORDIUM e.V.:
Wer ist der VIA CORDIUM e.V.?
Der VIA CORDIUM e.V. ist eine humanitäre Hilfsorganisation für medizinische, edukative und soziale Projekte in aller Welt. Die überschaubaren Hilfsprojekte in aller Welt werden immer mit lokalen Hilfsorganisationen zusammen umgesetzt. Die medizinischen und sozialen Einsätze finden auf Augenhöhe mit den Betroffenen statt, z. B. in Form von Freundschaftsprojekten. Der unabhängige Verein wird ausschließlich durch Spenden finanziert und legt Wert auf sehr geringe administrative Kosten, damit die Spenden 1:1 in die Projekte fließen. Aktuelle Projekte finden in Deutschland, der Ukraine, Nepal, Mustang und Tansania statt.
Die Organisation wurde 2015 in Lübeck anlässlich der Hilfe für die Erdbebenopfer in Nepal gegründet. VIA CORDIUM organisiert individuelle Hilfsaktionen mit direktem Kontakt zu den Betroffenen und lokalen Organisationen auf Augenhöhe sowie mit geringen administrativen Kosten.
Die vier Schwerpunkte von VIA CORDIUM sind der Wiederaufbau und die Stärkung der Infrastruktur HOME, medizinische Hilfe HEALTH, die Förderung der Bildung EDUCATION sowie die Jugendarbeit und der SPORT.
Die Hilfsorganisation VIA CORDIUM bietet ein Forum für unterschiedliche Projekte mit direktem Kontakt zu den betroffenen Menschen vor Ort sowie zu lokalen Organisationen auf Augenhöhe. Deswegen wird dabei von Freundschaftsprojekten (friendship projects) gesprochen. Zudem sind geringe administrative Kosten von Bedeutung. Die Projekte sind durch den persönlichen Austausch geprägt, unter Berücksichtigung der kulturellen, sprachlichen und religiösen Hintergründe.
Hier geht's zur Webseite: https://www.via-cordium.com/
Und hier geht's zum YouTube-Kanal vom Via Cordium e.V.
Eines der aktuellsten Projekte des Via Cordium e.V. ist dieses:
Mit dem Skalpell im Gepäck in das Land der Gorillas und Goldmeerkatzen
Hierzu hat auch das Ärzteblatt berichtet – hier geht's zum Artikel.
Marion Reising ist eine OP-Krankenschwester aus dem Schwarzwald und führte kürzlich einen operativen Einsatz in Ruanda durch, zusammen mit einem 9-köpfigen Team der Hilfsorganisation VIA CORDIUM e.V. Seltene Tiere wie Gorillas und Goldmeerkatzen hat sie nicht gesehen, aber ihr Leben hat sich aus anderen Gründen für immer verändert.
Mit fast 400 kg Gepäck machte sich das Team der Lübecker Hilfsorganisation VIA CORDIUM kürzlich auf den Weg nach Ruanda, eine schwergewichtige Reise mit medizinischer Ausrüstung und Medikamenten. Mit dabei sind zwei vollständige OP-Teams: zwei Chirurg*innen, drei Anästhesist*innen und vier Krankenschwestern des Bereiches OP und Anästhesiepflege. „Wir sind mit dem Ziel nach Ruanda gereist, gemeinsam mit dem Team vor Ort zu operieren, voneinander zu lernen und unser Wissen weiterzugeben“, so Marion Reising.
Operiert wurde nach intensiven Sprechstunden, gemeinsam mit den Kolleg*innen vor Ort; dabei war der Schwerpunkt die interdisziplinäre Versorgung von spezifischen Erkrankungen aus dem Bereich der Allgemeinchirurgie, der Plastischen Chirurgie und der Handchirurgie.
Einige Erkrankungen welche in Deutschland selten sind zeigten sich mehrfach, beispielsweise tiefe Schnitt- und Amputationsverletzungen durch Macheten, welche für die Landwirtschaft im Einsatz sind, alte unversorgte Handverletzungen und große Verbrennungsnarben, da viele Menschen am offenen Feuer kochen.
Das VIA CORDIUM Team lernte während des Einsatzes viele gut ausgebildete Ärzt*innen und Pfleger*innen kennen, zudem zeigte sich, dass es in Ruanda eine sehr gute Basisversorgung für alle Menschen durch eine Krankenversicherung gibt, eine Ausnahme im Vergleich zu vielen Nachbarländern.
In Ruanda gibt es autonome Drohnen, welche im Notfall im Einsatz sind, um Medikamente und Blutkonserven zu den Krankenhäusern zu fliegen. Das Straßennetz ist größtenteils asphaltiert. Für das deutsche Team aus Ärzten und Pflegern sind dies sehr gute Bedingungen, um ein langfristiges Hilfsprojekt aufzubauen. Mit dem Wissen, welche OP-Techniken für die Kolleg*innen dort interessant sind und welches medizinische Equipment fehlt, reiste das VIA CODIUM Team nach zwei Wochen intensiver Arbeit wieder ab.
Marion Reising ist inzwischen auch wieder nach Hause zurückgekehrt, wo sie derzeit nicht mehr als OP-Schwester tätig ist, sondern ihr eigenes Bistro in Tenningen führt („Bei Lisbeth“ – Bistro und Allerlei). Besonders dankbar ist sie für die Begegnungen mit den Menschen in Ruanda: diese freundliche, offene Art, mit der das deutsche Team empfangen wurde.
Zudem sagt sie: „Ohne die Zusammenarbeit mit der lokalen Hilfsorganisation RWANDA LEGACY OF HOPE wäre dieser Einsatz sicher nicht möglich gewesen – das Team um Osee Ntawuka hat uns das Gefühl gegeben, dass wir willkommen und gebraucht werden. Es ist ein gutes Gefühl, auf Menschen zu treffen, die sich über unsere Hilfe freuen und denen man etwas von seinem eigenen Glück weitergeben kann“, so Reising.

Flyer vom Kinderschutzbund Freiburg (6 MB)